Dienstag, 6. Dezember 2011

Farmer's Day

Der Freitag nach den Leitathletik-Wettkämpfen war Feiertag. Farmer's Day. Dieser findet in Ghana immer am ersten Freitag im Dezember statt. An diesem Tag werden die Farmer geehrt und die Besten von ihnen ausgezeichnet und mit Preisen bedacht.

Um uns die Feierlichkeiten an diesem Tag anzuschauen, machte ich mich mit ein paar Mitfreiwilligen und unserem Mentor von unserer Partner-Organisation auf, um in die nahe gelegen Stadt zu fahren, in der die Auszeichnungen überreicht werden sollten.


Auf dem Festgelände gab es viele Sitzplätze unter Zelten. Wir ließen uns nieder. Das Programm startete jedoch  später als geplant und so gingen wir auf ein Ausstellungsgelände, welches ebenfalls zum Programm gehörte. Es gab dort viele verschiedene Früchte, Gemüse und weitere interessante Dinge zu sehen. Ich kaufte mir ein Stückchen Kaninchenfleisch am Spieß sowie Kakao-Schokolade und Kakao-Kekse. Die Kekse wollte ich später an meine Gast-Familie verteilen.


Wieder zurück auf dem Festplatz war es nun schwierig, Plätze zu finden, so dass wir uns aufteilen mussten. Es wurden viele Reden gehalten; unter anderem vom Landwirtschaftsminister, den ich schon von der Computerübergabe aus unserer Schule kannte, und vom Vize-Präsidenten (Präsident Mills war zu diesem Zeitpunkt in Kanada unterwegs).


Das GIZ war auch zu sehen.
Wir waren morgens um neun Uhr gestartet und brachen gegen 15 Uhr wieder die Heimreise an, da außer den Reden nicht viel passiert war. Zu diesem Zeitpunkt waren noch keine Preise überreicht worden und außerdem versperrten uns viele Journalisten die Sicht auf die Redner, was es aber sicherlich auch nicht viel spannender gemacht hätte.

So ist es schön, sagen zu können, dass man mal dabei war, doch um die wichtigen Dinge dieses Tages zu sehen, reicht es auch, abends die Nachrichten zu gucken. Mein Gast-Bruder meinte auch, mich im Fernsehen entdeckt zu haben - ich haben mich in den späteren Beiträgen aber nicht gesehen.

Mehr Bilder gibt's hier und hier und hier einen Bericht über die Auszeichnung zum besten Farmer 2011.

Leichtathletik-Meisterschaft

Ich schaute vor ein paar Tagen vom ersten Stock, in dem der ICT-Raum in einem Schulgebäude untergebracht ist, hinunter auf das Schulgelände. Dort sah ich viele Schüler um ein Loch herumstehen. Da es mir schien, als sei dort etwas interessantes zu sehen, gesellte ich mich zu ihnen.

Die Schüler schauten einem anderen zu, der in dem Loch stand und mit einer Hacke die Wurzel eines nicht mehr vorhandenen Baumes bearbeitete, da diese entfernt werden sollte. Nach einigen Schlägen wurden die anderen aktiv und sie versuchten mit vereinten Kräften, die Wurzel zu bewegen und somit letztendlich herauszubekommen. Dies ging mehrere Male so (hacken/drücken, hacken/drücken). Ich blieb nicht bis zum Ende (sah sie später auch noch daran arbeiten), an einem anderen Tag aber sah ich die Wurzel neben dem nun zugeschütteten Loch. Mission erfüllt!


An den nächsten beiden Tagen (Mittwoch und Donnerstag) sollte eine Leichtathletik-Meisterschaft in der Schule stattfinden. Am Dienstag wurde ich Zeuge einer Vorbereitung dazu. Die Form One-Schüler (erste Klassenstufe in meiner Schule der Schulform) arbeiteten mit Lehrern des Sport-Departments auf der Aschebahn um den Sportplatz herum, um sie für die die Wettkämpfe herzurichten. Es mussten Bahnen für die Läufe gezogen werden. Diese wurden alle exakt ausgemessen und mit Hilfe von Schnüren dafür gesorgt, dass das Gemisch aus u. a. zerriebenen Muscheln an der richtigen Stelle auf dem roten Boden aufgetragen werden konnten.


Die Schüler waren damit einige Stunden beschäftigt - dann begann es zu regnen. Das war im Vorjahr auch passiert und es mussten alle Linien nachgezogen werden, doch dieses Mal ließen sich die Bahnen danach zum Glück noch ohne nachträgliche Arbeit gebrauchen.

Für die Wettkämpfe übernahmen viele Lehrer Dienste, wie beispielsweise Wurfstrecken messen, Zeiten aufschreiben oder Zeiten stoppen. Ich hatte vorerst keinen Dienst, erfuhr aber am Vortag, dass ich sicher etwas zu tun bekäme, wenn ich zum Beispiel für einen anderen Lehrer einspringen könnte. Dies war dann auch der Fall - der Mitfreiwillige aus dem P.E.-Department (Sport), der fürs Zeiten stoppen eingeteilt war, war krank, so dass ich mich in das Schatten spendende Zelt zu den anderen stoppenden Lehrern setzte. Genau hinter uns standen die drei großen Boxen, aus denen entweder der moderierende Lehrer oder Musik zu hören war. Wir waren also gut unterhalten, doch war es mit eigenen Unterhaltungen schwierig - auch tat es in den Ohren weh. Die anderen Lehrer machten nicht den Eindruck als schiene sie die Lautstärke weiter zu stören. Nach einiger Zeit wurden die Boxen aber doch umgestellt, so dass es angenehmer wurde.

Meine Aufgabe war es, immer die Zeit des zweiten Zieleinläufers zu messen. Dies konnte beim beispielsweise 100m-, 200m-, 5000m- oder Staffellauf sein. Dass kurz vor einem Lauf eine Herde Rinder aus dem Gebüsch hinter den Startern von einem Hirten herausgetrieben wurde fand ich schon ganz lustig, noch mehr, als sich im Laufe des Tages auch eine Herde Ziegen auf die Laufbahn verirrte. Dabei wurde es mir etwas zu wuselig - ich konnte nicht erkennen, welche als zweite über die Ziellinie lief.




In freien Zeiten schaute ich beim Speerwurf, Kugelstoßen, Diskuswurf oder Sprung (Hoch, Weit- und Drei-) zu.


Die Wettkämpfe fanden einerseits zwischen den Schülern statt, aber auch in anderen Wertungen, wie beispielsweise zwischen den "Häusern". Die Schüler sind je nach Klassenstufe in unterschiedlichen Häusern untergebracht, das heißt, sie sind einer bestimmten Gruppe mit anderen Schülern zugeteilt. So was kannte ich bislang auch nur aus Harry Potter-Büchern, da es ja in der Heimat wohl nicht üblich ist.


Einen weiteren Ansporn, gute Ergebnisse zu liefern, war, einen Rekord zu brechen. Im Programmheft waren die aufgestellten Rekorde der vergangenen Jahre aufgelistet - der älteste war von 1996.

Am Donnerstag war der Mitfreiwillige wieder in der Schule und so teilten wir uns die Stopparbeit, die aber geringer war, da heute nur die Final-Wettkämpfe stattfanden. Zum Abschluss des Tages gab es zahlreiche Urkunden und auch ein paar Pokale für beispielsweise die Wettkampfbeste.

Montag, 28. November 2011

Schülerwoche

Letzte Woche fand eine Aktions-Woche von Schülern für Schüler statt. Diese wurde nun im zweiten Jahr von Schülerkomitee organisiert. Für mich startete die Woche nach ein paar Stunden Unterricht am Montag. Überraschend - an mir war dies im Vorfeld vorbeigegangen. Ich sah, wie Zelte auf dem Schulgelände aufgestellt wurden und ich vernahm laute Musik (eigentlich bäuchte ich nur Musik schreiben - laut schließt das üblicherweise immer schon mit ein).


Es begann mit - wie ich es nennen würde - traditonellen Tänzen, die von der Musik her schön anzuhören waren und mir gut gefielen. Währdenddessen hörte ich von einer anderen Seite des Schulgeländes schon Pauken und Trompeten (wirklich). Und als ich meinen Blick schweifen ließ, sah ich eine handvoll Soldaten, die mit etwa 30 Schülern (Schüler und Schülerinnen) marschierten und in Reih und Glied stehen mussten. Ich war verwundert, was denn Soldaten in einer Schule zu suchen hätten und erfuhr von einem Lehrer, dass jede Senior-High-School Schüler-Kadeten hätte, die bei offiziellen und representativen Anlässen auflaufen würden. Dies bezieht sich aber nur auf die Schule, das heißt, wenn sie die Schule verlassen, sind sie nicht weiterhin automatisch in der Armee. Für die Schule aber lernen sie einige Verhaltensweisen und Übungen, wie beispielsweise das Marschieren.


Das taten sie später auch mit der Marschmusik im Hintergrund und sie kamen auf den Veranstaltungsplatz. Ein Soldat begrüßte die Lehrerschaft sowie die Leiterin des akademischen und die eines anderen Bereichs unter dem Lehrerzelt (das andere Zelt war für die Musiker - die Schüler versammelten sich wenn möglich im Schatten um den Platz herum). Die Leiterinen wurden eingeladen, mit den Kadetten zu marschieren. DIe restlichen Schüler freute dies. Noch mehr freute sie ein Lehrer, der mitging und manchen von den Kadetten von hinten auf den Kopf haute, um zu prüfen, ob sie weiterhin stillstehen würden, was aber fast alle machten.

Später wurde eine einstudierte Entführung vorgespielt, in dessen Veraul die Kadetten sich die Kadetten mit ihren Holzgewehren an die Entführer heranschlichen und die Gefangenen befreiten. Es war einerseits befremdlich für mich, diesen Vorgang zu sehen, auf der andern Seite war es auch sehr interessant. Das sah aus wie in echt (soweit ich dazu was sagen kann...). Ich denke, dass die Soldaten hier schon angesehen sind, jedenfalls machte dieses Schauspiel auf mich den Anschein, dass sie etwas zeigen, was wirklich vorkommt und sie dann da sind und den Menschen helfen.


Weitere Aktivitäten der Woche waren ein Fußballturnier zwischen Lehrern und dem Schülerkomitee (ich nahm nicht teil) und anschließenden Spielen von Klassen untereinander. Am Freitag sollte ein Film gezeigt weden. Zuvor gab es einen Vortrag über die Wichtigkeit einer Lebensplanung. Den Film selber sah ich leider nicht, doch wurde im Vorfeld auch wieder Musik (ja, genau) gespielt, zu der manche Schüler in der großen Halle aufstanden und tanzten. Das war nett anzusehen.

Das war eine Woche mit wenig Unterricht aber viel guter Laune! :)






Dienstag, 22. November 2011

erstes Zwischenseminar

Am letzten Wochenende hatten wir Freiwilligen von den ijgd (Internationale Jugendfreiwilligendienste) unser erstes Zwischenseminar. Dieses fand wie schon das Vorbereitungsseminar im Haus unserer ghanaischen Partnerorganisation ARA nähe Accra statt. Diese Seminare sind verpflichtend und vom BMZ (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) vorgeschrieben.

Nach der Schule war ich zeitig zuhause, packte meine acht Sachen, und ... stellte fest, dass ich noch den Schlüssel des ICT-Raums der Schule in der Hosentasche hatte. Den wollte ich vorher noch loswerden und außerdem versuchen, das Geld zu bekommen, welches die Schule für die Zeitungen bezahlen muss, die mein Gastvater an sie verkauft. Von der Schule war ich zurückgegangen, nun fuhr ich in T-Shirt und kurzer Hose zurück - ein wohl eher ungewohntes Bild auf dem Schulgelände für die Schüler und Lehrer. Nach der Schlüsselrückgabe wartete ich auf das Geld. Da es zeitlich jedoch knapp wurde, verschob ich es auf nächste Woche. Ich nahm wieder ein Taxi zurück, um schnell in den stockenden Verkehr zu kommen. 

Verspätet traf ich zu den anderen Freiwilligen, mit denen ich gemeinsam zum Seminarhaus fuhr. Es war kurz nach fünf als wir ankamen und ich nutzte mit einem anderen die Zeit bis zum dunkelwerden, um ins Meer zu gehen. Zu der Zeit war es sehr angenehm, da es nun nicht mehr so warm war und ich keine Angst haben brauchte, wieder mit einem Sonnenbrand davonzukommen. Wir blieben, bis die Sonne langsam unterging. An diesem Abend gab es noch kein Programm, sodass wir einfach in gemütlicher Runde beisammen saßen. Manche gingen später noch einmal zum Meer. Das war dann aber die Zeit für mich und andere ins Bett zu gehen, doch bis es so weit war... :)

Wir gingen in unser Zimmer (ein großes für die jungen Männer) und wurden von zwei Kakerlaken an der Decke begrüßt, die uns mit ihren Fühlern zuwinkten. Es war interessant, welche zu sehen, und auch, zu sehen, wie schnell sie sind. Gefallen haben sie mir zwar auch nicht, doch wäre ich mit ihnen im Zimmer ausgekommen - mein Moskitonetz war ja im Übrigen auch schon angebracht :) Wir einigten uns aber darauf, dass die Tiere verschwinden müssten, hatten davon aber unterschiedliche Vorstellungen. Zwei wollten sie töten, eine andere (wir hatten eine weibliche Helferin) und ich wollten sie lieber rausbringen. Sagte ich schon, dass sie schnell sind? Und außerdem hatten wir Schwierigkeiten uns an die ja eigentlich kleinen Tiere heranzuwagen. Angelockt von lauten Rufen, wurden wir mit der Zeit mehr Leute im Zimmer. Es gab die Gruppen "töten, töten" und "rausbringen, aber wie?". Wir schafften es nicht, sie in einen Eimer zu bugsieren. Hinausgebracht haben wir letztendlich keine; eine überlebte, eine nicht. Ebenso überlebte es die einzige Lampe im Zimmer nicht. 


Nicht minder spannend war der anschließende Versuch zweier Freiwilliger, ihre Moskitonetze anzubringen, was einen eigenen Beitrag bedürfte - ich hatte meinen Spaß beim Zugucken unter meinem Netz :)

Der folgende Morgen begann mit Frühsport am Strand. Zum Abkühlen ging es noch flux ins Meer. Gestärkt begannen wir dann mit unseren eigentlichen Programmpunkten. Es gab Reflexionen bezüglich unserer Gast-Familie (Essen, Unterbringung, Beziehung, Blick in die Zukunft), zum Projekt und zur Partner-Organisation. Ich habe in meinem Projekt zur Zeit nicht so viel zu tun, so dass ich gerne weitere Möglichkeiten hätte, mich einzusetzen. Dazu soll es in den nächsten Tagen Gespräche geben, ob ich weiter in den Schul-Alltag eingebunden oder ansonsten in einer weiteren Schule eingesetzt werden kann. 


Wir erfuhren außerdem etwas über Projekte unserer Partner-Organisation. Es wurde ein Komitee ins Leben gerufen, welches sich über Projekte auseinandersetzt, um zu prüfen, welche gefördert werden sollen. Für diese soll dann um Spenden geworben werden. So wird beispielsweise besprochen, ob neue Stühle für eine Schule oder Betten für ein Waisenhaus beschafft werden sollen. Ich bin mit in diesem Komitee. 

Spät abends gingen wir alle gemeinsam an den Strand und setzten uns an ein Lagerfeuer, um welches sich einige von uns gekümmert hatten.

Das Zubettgehen begann wieder mit Kakerlaken-Jagd. Die eine Gruppe hatte ihre primitive Waffe (Besen) vom Vorabend aufgerüstet und verwendete nun Chemie-Waffen. Viel hilft viel; viel stinkt viel - und es wäre anschließend mit Kakerlaken im Zimmer angenehmer gewesen, als mit dieser Luft.

Am nächsten Morgen begann unsere Einheit nach dem obligatorischen Frühsport (und der ghanaischen Nationalhymne, die einige Freiwillige angestimmt hatten (man hört sie schließlich morgens immer in der Schule)) mit einer Reflexion über unseren eigenen Aufenthalt in Ghana und unserem sozialen Leben hier.

Vom ARA-Gründer bekamen wir einige Informationen zu einer weltwärts-Konferenz, an der er in Berlin in der vergangenen Woche teilgenommen hatte (er spricht sehr gut deutsch). Beim anschließenden Mittagessen wurde einer Freiwilligen die besten Grüße übergeben, da diese ihren Aufenthalt abbrechen und nach Hause zurückfliegen wird.

Nach ein paar Gruppenbildern und Verabschiedungen fuhren wir wieder nach Hause. Im Gepäck habe ich die Aufgabe, dem BMZ meinen Quartalsbericht auszufüllen und zuzuschicken. Also los!

Dienstag, 15. November 2011

Klingelingeling, hier kommt der Eiermann

Letzte Woche Montag war ein Muslimischer Feiertag - es war dann für alle frei (eigentlich war der am Sonntag, aber wenn ein Feiertag aufs Wochenende fällt, wird der nächste Arbeitstag freigemacht). Am Dienstag war ebenso frei (wie auch schon am Freitag davor); der Grund war hier die Midterm-Ferien. Somit hatte ich Zeit und konnte meiner Gastmutter helfen. Sie kauft einmal in der Woche Eier ein, die sie dann weiterverkauft. Beim kaufen half ich ihr.

Wir fuhren gemeinsam in einem Taxi und mit einer kleinen Kofferraum-Ladung voll mit Eierkarton-Paletten für je 30 Eier zu dem entsprechenden Handel. Dort mussten wir ca. eine Dreiviertelstunde mit vielen anderen warten, bis der Verkauf losging. Es wurde gesagt, wieviele Eier wir haben wollten, zahlten und die Paletten wurden dann nach und nach herausgebracht. Diese Eier waren jedoch auf Kunststoff-Paletten und unsere Aufgabe war es nun, die Eier auf unsere eigenen Karton-Paletten umzusetzen. Zu Beginn dachte ich, eine pfiffige Idee zu haben, und dass man es sich einfach machen könnte indem man unseren Karton auf die Kuststoff-Palette des Betriebs setzen und umdrehen könnte. Doch ging das nicht, da wir alle Eier prüfen mussten. Sie sollten mit dem dickeren Ende in die Schale gesetzt werden und die Spitze sollte nach oben schauen. Außerdem sortierten wir kaputte Eier aus (das war am Ende mindestens eine Palette) und kleine Eier kamen auf separate Paletten. 
Quasimodo lebt
Die fertig bestückten Kartons wurden alle mit einem Baum-Blatt versehen; wohl um sie zu kennzeichnen. Die Paletten wurden immer zu zehnt gestapelt und wir hatten am Ende zehn dieser Stapel, was 3000 Eier machte! 

Gleich neben uns gab es ein Tor, aus dem Mitarbeiter viele Säcke mit Mehl herausschleppten, welches dort wohl gemahlen wurde. Diese Säcke wurden auf einem Transporter verladen, unter dem sich viele alte und junge Ziegen in den Schatten gelegt hatten. Da die Tür zum Mehllager öfters aufblieb, schauten dort die Ziegen auch gerne vorbei und wurden manchmal wieder herausgescheucht um beim nächsten Mal wieder hineinzugehen :)   


Als wir mit unserer Arbeit fertig waren, warteten wir auf unseren Transportwagen, der lange auf sich warten ließ. Ich vertrieb mir die Zeit damit, weitere Ziegen- aber auch Geier-Fotos zu schießen, die dort ebenfalls zu sehen waren und zu den Hühner-Ställen hinüberschauten.

 

Der Wagen der dann kam, war ein kleiner japanischer Transporter. Darin saß der Fahrer und sein Helfer und damit waren dann auch beide Plätze belegt. Die beiden verteilten unsere Paletten auf der offenen Ladefläche und machten anschließend doch noch einmal eine kleine Lücke, damit der Helfer sich auf die Umrandung der Ladefläche setzen und seine Füße auf der Fläche absetzen konnte. Meine Gastmutter und ich zwängten uns vorne auf den einen Sitz neben den Fahrer. 

 

Zuhause wurden die Eier dann abgeladen und werden nach und nach weiterverkauft.