Samstag, 8. Oktober 2011

Schule (mehr)

Der Schul-Alltag ist im Groben nun gestartet. Die Hoffnung der Lehrerschaft war ja letzte Woche, dass der Stundenplan diesen Montag fertig sein würde. Als ich morgens ankam war er es allerdings noch nicht, so dass die anderen ICT-Lehrer und ich in den ICT-Raum gingen und warteten. Dabei schaute ich mir auch die Rechner an, die uns dort zur Verfügung stehen. Ich denke, dass ich noch ein bis zwei PC aus dem Bestand wieder herrichten kann, so dass wir im jetzigen Raum etwa 10 Computer hätten. Es mag allerdings schwierig sein, Klassen mit einer Größe von 50, 60, 70 oder 80 Schülern in diesem Raum praktischen Unterricht bieten zu können. Doch kommt uns da ein Ereignis vom vorherigen Freitag zugute.

Ich war auf dem Schulgelände unterwegs um es mir ein bisschen genauer anzuschauen und um zu gucken, was die Schüler auf dem Sportplatz machen würden. Diese waren dabei, das hoch gewachsene Steppen-Gras zu mähen. Wie hier nicht unüblich, wurde dies mit Macheten erledigt. Interessant! Bei meinem weiteren Weg sah ich vor dem Gebäude des Schulleiters fünf Computer-Kartons und weiteres EDV-Zubehör. Die standen da halt... Vom ICT-Leiter erfuhr ich dann, dass dies eine Spende vom "Food and Agriculture"-Ministerium sei und es dazu in Kürze eine offizielle Übergabe geben würde. Zu dieser kam dann auch der Minister persönlich und er und weitere Personen sprachen ein paar Worte. Insgesamt handelt es sich bei den Rechnern um 80 Stück, die auf vier Schulen aufgeteilt werden, so dass wir 20 davon erhielten. Diese werden allerdings nicht im jetzigen ICT-Raum eingerichtet, da dieser zu unsicher ist (in den Ferien wurden aus diesem einige Computer gestohlen). Es wird aber zur Zeit ein neuer Raum eingerichtet, welcher dann auch eine Klimaanlage hat. Ebenso gab es USVs (Unterbrechungsfreie Stromversorgung) und Flachbildschirme. Das Ministerium zahlt außerdem für ein Jahr die Kosten für den Internet-Anschluss. Der neue Raum soll dann Ende des Jahres fertig sein (ich glaube das einfach mal...).


Im Laufe des Vormittags wurde der Stundenplan dann doch fertig und ich übertrug die Stunden der anderen ICT-Lehrer in meinen Stundenplan, da ja geplant war, dass ich diese begleiten oder ihnen im ICT-Raum assistieren sollte, wenn sie unterrichten. Dadurch wurde mein Plan schon recht voll.

Bislang habe ich noch keinem Lehrer im ICT-Raum geholfen, doch schon zwei Lehrer im Unterricht begleitet. Da alle Klassen einer Klassenstufe allerdings das selbe Thema in der Woche haben, hörte ich mir mehrere Male etwas zum Thema "Booting, rebooting and shutting down" des Computers an. Dies waren immer Doppelstunden (eine Schul-Stunde dauert 40 Minuten).

An einem weiteren Tag hatte ich wieder einen Lehrer begleiten wollen. Gesehen hatte ich und auch andere Kollegen ihn aber noch nicht. Einen Anruf später bei ihm  war ich schlauer. Er war krank. Ob ich denn nicht die Stunde übernehmen könnte. Äh, sicher. Maus war das Thema. Zum Glück konnte ich mir noch eine Maus organisieren, so dass ich praktisches Anschauungsmaterial dabei hatte. Ich finde, dass ich mich ganz gut geschlagen habe. Donnerstag und Freitag unterrichtete ich zum selben Thema (nun aber auch noch über die Tastatur) in zwei weiteren Klassen. Die Schüler hatten dieses und das Boot-Thema aber wohl schon in einer vorherigen Klassenstufe, so dass sie vieles schon wussten, doch denke ich, dass ich ihnen doch auch noch etwas Neues zu meinem Thema beibringen konnte. Darauf sprach ich auch einen Kollegen an und dieser meinte, dass neue Inhalte nach den Ferien kommen würden.

Am Freitag erwartete ich noch eine weitere Maus-Stunde und zwei mal eine Doppelstunde zum Thema Booting als Krankheitsvertretung geben zu dürfen. Kein schwieriges Thema, doch wollen die Stunden ja auch gefüllt sein, weshalb ich mir dazu am Donnerstag und Freitag Gedanken gemacht hatte. Während ich aber so im ICT-Raum saß und auf eine dieser Stunden wartete, sagte mir ein Kollege, dass heute kein weiterer Unterricht stattfinden würde, da alle Schüler und Lehrer bei einer Debatte sein würden. Was denn für eine Debatte? Und warum bereite ich dann Stunden vor? Aber gut, schaden soll das ja nicht - so habe ich es, wenn ich es mal brauche und bin auch schon geübter.

Diese Debatte fand dann in der Kantinen-Halle statt und diese war gefüllt mit Schülern. Er war ein Wettbewerb, der zwischen verschiedenen Klassen unserer Schule stattfand. Zwei einer Klasse vertraten dann immer eine Pro- oder Contra-Meinung zu einem Thema. Das Hauptthema war "Sollten Schüler Handys in der Schule benutzen dürfen?" (es ist ihnen nicht gestattet). Dazu durften dann unter bestimmten Zeitvorgaben die Gründe für die eigene Partei vorgetragen werden (Pro z. B.: Man könnte damit Dinge recherchieren, Contra: Wir haben Computer und eine Bibliothek, Pro: Wie oft hatten denn die Schüler schon die Möglichkeit, den ICT-Raum nutzen zu können? - Aber das kann sich ja hoffentlich mit dem neuen Raum bald ändern.). Auch eine sehr interessant Sache.

Nun ist erst mal Wochenende - mal gucken, ob ich heute noch zum Friseur gehen werde und was dabei herauskommt...

Dienstag, 27. September 2011

Es wird Regen geben

Mein im letzten Eintrag für sieben Uhr versprochenes Meeting gab es leider nicht. Stattdessen startete um halb acht der morgendliche Appell mit Gesang und Ansprachen für die Schüler und dauerte etwa eine Stunde. Es dürften noch nicht alle Schüler in der Schule sein, da der normale Schulalltag noch nicht begonnen hat, sondern noch alles nötige vorbereitet wird - die Schüler sorgen für Ordnung auf dem Schulgelände und die Lehrer planen in zahlreichen Meetings das kommende Schuljahr.

An den nächsten beiden Tagen gab es für mich aber Meetings mit anderen Lehrern des ICT-Departments - der Unterricht wird allerdings wohl erst nächste Woche starten, da dann hoffentlich der Stundenplan ausgearbeitet sein wird. Morgen soll ich in einigen Klassen, in denen es ICT-Unterricht geben wird, vorgestellt werden.

Nach der Schule war ich mit einem anderen Freiwilligen in der Stadt unterwegs und wir gingen in eine Art Drogerie, um uns dort einfach umzuschauen, da wir diese Art von Geschäften hier noch nicht gesehen haben (vom Aufbau her ähnlich wie in Deutschland). Viele Dinge kann man hier ja in kleinen Lädchen kaufen oder auch etwas bei den zahlreichen gehenden Händlern erstehen (hierbei handelt es sich jedoch oft um Essen), so dass man hier üblicherweise nicht so ein Geschäft entdeckt.

In diesem Geschäft waren wir mit über einer Stunde länger als geplant. Beim Betreten des Geschäfts tröpfelte es draußen schon ein wenig (wie gesagt ist ja gerade noch Regenzeit), was sich mit der Zeit aber doch stark änderte. Es wurde so stark, dass man draußen eigentlich keinen normalen Fußgänger mehr sah (wir standen wie andere in der Tür und warteten auf das Ende), sondern höchstens Menschen, die sich um ihre Stände kümmerten und diese versuchten vor vom Wasser zu schützen (oder immerhin die Ware).

Neben den Straßen, an der Stelle, an der man in Deutschland einen Bürgersteig erwarten würde, sind hier Abwasserkanäle. An manchen Stellen sind kleine Stege darüber gelegt, um die Kanäle überqueren zu können; üblicherweise kann man aber auch einfach so von einer zur anderen Seite treten, da sie nicht so breit sind (ich schätze 60cm und üblicherweise etwas mehr als Knietief). In diesen Kanälen landet leider auch mancher Unrat, welcher sie nicht sehr einladend erscheinen lässt. Heute bestand jedoch die Chance, dass die Kanäle wieder sauber werden würden. Das Wasser wurde immer mehr und der Pegel in den Kanälen stieg soweit an, dass sie es schon nicht mehr fassen konnten und auch Teile der Straße unter Wasser gesetzt wurden. Für uns war dies alles ein besonderes Schauspiel, für die Einheimischen eher etwas normales in der Regenzeit und sie warteten einfach darauf, dass es enden würde (wie wir ja allerdings auch).

In der Drogerie sprach uns ein Ghanaer an. Auf deutsch. Von ihm erfuhren wir, dass dieses Wetter nicht unüblich sei. Er selber konnte gut deutsch, da es lange Zeit in Düsseldorf gelebt hatte, nun aber wieder in Ghana lebt.

Mit der Zeit nahm der Regen wieder ab, doch hatten wir zwischenzeitlich die Befürchtung, dass das Wasser so weit ansteigen würde, dass es auch in die Drogerie laufen würde. Dies geschah jedoch glücklicherweise nicht. Mit dem abnehmenden Regen, sanken auch wieder die Pegelstände der Kanäle. Meine Vermutung bezüglich des Unrats war jedoch nicht ganz richtig. Es wurde zwar viel weggespült, doch landete auch wieder viel neuer in den Kanälen, der von anderen woanders angespült worden war.

Alles in allem eine sehr interessante Erfahrung, da ich einen solchen Regenguss hier nicht erwartet hätte.

Unten sieht man den bis zu Kante gefüllten Kanal.

Donnerstag, 22. September 2011

Schule (ein bisschen)

Heute war ich das erste mal in meiner Schule. An dieser werde ich nicht der einzige Freiwillige sein. Es gibt noch einen weiteren aus Deutschland, der allerdings P.E. (Sport) unterrichtet. Dieser hat ebenfalls rote Haare.

Wir kamen beide zuerst ins Lehrerzimmer (ich denke, dass war so gegen halb zehn). So abgeschottet, wie ich es von meinen eigenen Schulbesuchen kenne, war dieses aber nicht. Es war gleich neben einem Klassenzimmer und außerdem geöffnet, so dass es einen recht offenen Eindruck machte. Von einigen Lehrern wurden wir kurz begrüßt, andere gingen ihrem weiteren Tagesgeschäft nach. Da der lehrende Unterrichtsbetrieb allerdings noch nicht gestartet ist, war das noch nicht so viel und ich sah einfach einen fröhlichen Haufen meiner zukünftigen Kollegen im Lehrerzimmer. Dort warteten wir dann etwa eine halbe Stunde und wussten nicht so recht wohin mit uns (nun gut, wir saßen). Auf einer Tafel sah ich eine Notiz an die Lehrerschaft, dass am heutigen Tag ein Lehrer-Meeting stattfinden soll. Um 9 Uhr. Aha. Das war es hier aber noch nicht.

Um kurz nach zehn Uhr gingen wir in ein anderes Gebäude. Darin war ein großer Raum, der mindestens die Bibliothek beinhaltet. Ob er noch weitere Funktionen hat weiß ich allerdings noch nicht. In diesem fand dann auch das Meeting statt. Nach und nach kamen alle Lehrer zusammen, so dass wir um 10:15 Uhr mit einem Gebet starteten. Für uns gab es auch eine Anwesenheitsliste. Wir waren insgesamt etwa 90 Lehrer (ja, man mag es kaum glauben) und manche von ihnen kamen ebenfalls neu an die Schule, so dass wir zu Beginn eine "kleine" Vorstellungsrunde machten. Der andere Mitfreiwillige und ich waren allerdings die einzigen Weißen. Bei  unserer Vorstellung gaben wir auch beide an, dass wir aus Deutschland kommen. Ob nun mancher der Kollegen auf die Idee gekommen sein mag, dass wohl alle Deutschen rothaarig sind, weiß ich nicht.

Der Headmaster sprach manche Dinge an und es gab auch Fragen vom Kollegium und Diskussionen, bei denen es mitunter recht laut wurde. So ging es unter anderem darum, dass Anwesenheitslisten geführt werden müssten und es gab eine Schweigeminute für einen verstorbenen Kollegen. Anschließend (das klingt jetzt kurz, hat aber doch 2,5 Stunden gedauert) gab es wieder ein Gebet und danach Cola & Co. und einen Meat Pie für jeden.

Morgen wird es wieder ein Meeting für alle geben (Beginn: 7 Uhr). Mein ICT-Start (Information and Communications Technology - bei uns also eher IT) wird am Montag ebenfalls mit einem Meeting sein. In diesem wird dann mit den anderen ICT-Lehrern und der ICT-Leitung besprochen, wie was ablaufen soll. Ich werde zu Beginn als ICT-Assistent für/mit einem ICT-Lehrer arbeiten. Ich denke, dass dies ein guter Einstieg ist, um zu sehen, wie was abläuft.

Beim Eintreffen an der Schule hatte uns zuerst der leitende Sportlehrer in Empfang genommen und den Mitfreiwilligen nach seinen Sport-Interessen gefragt. Meine habe ich ebenso genannt. Über mein Volleyball-Interesse war er erfreut und sagte, dass ich mich damit auch einbringen könnte. Das klang interessant, da ich hier ja eh noch nach sportlicher Betätigung suche. Nach dem Lehrer-Meeting hatte der Mitfreiwillige dann auch schon eine Besprechung mit den anderen Sportlehrern, bei dem ich auch teilnahm, da ich nichts weiter zu tun hatte. Da wurde ich dann auch wie ein Sportlehrer angesprochen, und dass ich ja dann dies oder jenes tun könnte. Nun, ich sagte, dass ich erst mal mit ICT starten möchte und dann sehen kann, in wieweit ich mich auch im Schulsport-Bereich engagieren kann.

Anschließend führte uns der Sport-Leiter ein bisschen über das Schulgelände und zeigte uns unter anderem den Sportplatz, auf dem auch versucht wurde, Rasen zu säen. Des weiteren soll noch ein neuer Basketball-Platz entstehen - auf einer Fläche, auf der bislang noch viel Grün wächst. Ein dafür benötigter Bulldozer kann zur Zeit allerdings nicht finanziert werden. Der alte Baskteball-Platz wurde nämlich bei den Bauarbeiten der Mädchen-Unterkunft arg in Mitleidenschaft gezogen, hieß es (wobei ich fand, dass es eigentlich ginge).



Hier sieht man den Sportplatz. Von hier ist er hoch bewachsen, dann wird es rasiger und dann gibt's Schotter. Das rechte Haus ist eine Jungen-Unterkunft, die für die Mädchen befindet sich im Rücken des Fotografen (ebenso der Basketballplatz).

Lassen wir uns also überraschen, wie es weitergeht.

Montag, 19. September 2011

Kokosnussplantage

Es war ja beabsichtigt, dass ich heute das erste mal offiziell (mein Gastbruder hatte sie mir schon gezeigt) in die Schule kommen sollte. Nur wie, wenn sie doch erst morgen öffnet? Ich muss also noch etwas warten, da ich morgen auch noch nicht gleich starten werde.

Dann muss ich auch mal sehen, wann ich morgens aufstehen sollte. Bislang tue ich dies immer gegen 06:30 Uhr (um sechs Uhr ist Sonnenaufgang). Dies wäre eigentlich nicht nötig, doch da die Gast-Familie schon ab sechs oder früher auf den Beinen ist, will ich nicht noch länger im Bett bleiben. Abends wird es übrigens auch schon um 18 Uhr dunkel (Dann ist es Deutschland 20 Uhr.), so dass es nicht ungewöhnlich ist, wenn man gegen 21 Uhr im Bett ist.

Ich  habe schon mehrere Freunde der Familie und meines Gastbruders kennengelernt. Einer von ihnen nahm mich auch mit auf eine Entdeckungstour durch die Stadt. Er zeigte mir manch neue unbekannte Orte; so auch eine Kokosnussplantage. Ich dachte immer, dass Kokosnüsse mit ihren brauen Haaren an der Palme hängen (hat Balu aus dem Dschungelbuch solche nicht gepflückt?) - so wie man sie ja aus dem Supermarkt kennt. Falsch gedacht. Um diesen harten Kern ist noch eine weitere grüne Schale.

Auf der Plantage kletterte der Freund in einen einer Palme nahe stehenden Mangobaum und stieß mit einer Stange einige der Nüsse herunter. Mit einer Machete öffnete er sie dann gekonnt, so dass wir die Kokosmilch trinken konnten. Um noch an das Fruchtfleisch zu gelangen, schlug er sie anschließend noch weiter auf, und er zeigte mir, wie man das Fleisch mit dem Daumen einfach lösen konnte. Das fand' ich alles sehr interessant!


Freitag, 16. September 2011

Gastfamilie und erste Eindrücke

Bei meiner Gast-Familie bin ich mittlerweile wie erwartet angekommen. Diese besteht (natürlich) aus Mutter und Vater und vier jüngeren Geschwistern. Der Älteste der vier zeigt mir hier im Ort vieles und er ist somit der, mit dem ich in der Familie am meisten zu zu tun habe. Es begann damit, dass wir gleich am ersten Abend in meinem Zimmer mein Moskitonetz anbrachten (wobei sich die Schnüre davon auch mal im Ventilator verfingen und sie ihre Kreise drehten :)). Ebenso übergab ich meine Gastgeschenke - unter anderem ein mehrsprachiges Buch von Hannover (in dem kann ich ja dann auch mal wieder blättern, wenn ich etwas aus der Heimat sehen möchte). Beim gemeinsamen Anschauen mit dem Vater, gab es ein paar Fragen zu beantworten (beispielsweise zum Maschsee oder dem Stadion).

Am nächsten Morgen ging ich mit meinem Gast-Bruder los, um Kleiderbügel zu kaufen. Jetzt würde ich den Weg wohl auch alleine wieder finden, doch am ersten Tag wunderte ich mich, wie man sich in dem lebhaften Gewusel der Stadt überhaupt zurechtfinden kann. Sechs einfache Plastikbügel erstand ich dann für 1,80 Ghana-Cedi (etwa 90ct).

Mit einem Mentoren der ghanaischen Partnerorganisation und anderen Freiwilligen war ich später in Agona Swedru unterwegs - er zeigte uns einige zentrale und wichtige Punkte; unter anderem das Post office. Es scheint mir in Ghana unüblich zu sein, ein eigenes Auto zu besitzen - außer man ist Taxi-Fahrer. Ein Taxi kann dann ein fünf-sitziges Auto wie bei uns sein oder es ist ein Trotro. Das ist ein Wagen in etwa Bulli-Größe und fasst etwa 13 Personen (wobei das nach oben auch offen zu sein scheint - bei nicht wachsender Autogröße). Die Trotros können in der Stadt oder für Fahrten von Ort zu Ort genutzt werden und die Taxen scheinen eher für den täglichen Ortsverkehr gedacht zu sein. In diesen kann man dann auch seine Einkäufe mitnehmen (in den Trotros aber auch). Eine Fahrt im Ort kostet immer 40 Pesewas (etwa 20ct). So kann man sich auf die Straßenseite stellen, dessen Fahrtrichtung zum gewünschten Ziel führt, ein Taxi stoppen, in dem noch ein Platz frei ist und dann sagt man das Ziel an (beispielsweise Post office). Üblicherweise sind alle Taxi-Fahrten shared-Fahrten, so dass unterwegs auch andere Leute wo anders abgesetzt und aufgenommen werden. Im Gegensatz dazu gibt es auch dropping-Fahrten, bei denen man alleine direkt zu dem gewünschten Ort gebracht wird. Dies soll aber mehr kosten und war für mich noch nicht nötig.

Eine erste arbeitsnahe Aufgabe hatte ich auch schon. Ich saß mit meinem Gastbruder an seinem Rechner - bei der Eingabe bestimmter Buchstaben erschienen allerdings auch Zahlen im Eingabefeld. Das war etwas, was leicht zu lösen sein sollte. Gemeinsam nahmen wir die Tastatur auseinander, reinigten sie und danach lief sie wieder wie am ersten Tag! Mein eigentlicher Arbeitsbeginn soll am kommenden Montag, den 19. September, sein. Bis dahin habe ich noch ein bisschen Zeit, die Stadt etwas genauer kennen zu lernen und mich auf die Schule vorzubereiten.